• Die mütterliche Bauchhöhle wird eröffnet, ähnlich wie das bei einem Kaiserschnitt auch geschieht (1). Die Gebärmutter ist etwas aus der Bauchhöhle herausgehoben (2). Mit Ultraschall (US) wird der Ort der Eröffnung bestimmt. Zwischen Haltefäden wird vorerst eine kleine Öffnung in der Gebärmutterwand geschaffen, durch die danach das Gerät zur langstreckigen Eröffnung (= Stapler) eingeführt werden kann (3). Der Stapler (S) wird dazu benutzt, die Gebärmutter auf einer längeren Strecke zu eröffnen. Dabei werden alle Schichten der Gebärmutter zusammengeklemmt, gleichzeitig erfolgt eine perfekte Blutstillung (4). Die Läsion mit dem zarten und geweblich intakten Rückenmark (Pfeil) ist für die Operation ins Zentrum der Gebärmutteröffnung gerückt worden (5).

    • Gastrischisis Problem
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  • In einem ersten Schritt werden die zu entfernenden Teile der Läsion frei präpariert und weggeschnitten (Pfeil; 1). Zum Schutz des Rückenmarks werden Gewebeschichten über demselben vernäht (Pfeil; 2). Am Ende der fötalen Versorgung wird als äusserste Schutzschicht die Rückenhaut verschlossen (Pfeil; 3). Die Gebärmutter wird mit mehreren Nahtreihen „wasserdicht“ verschlossen (4). Über die Gebärmutternaht wird als weitere abdichtende Schicht die in der Bauchhöhle gelegene Fettschürze (F) genäht (5). Am Ende der gesamten Operation wird die mütterliche Bauchhöhle wieder verschlossen (6).

    • Gastrischisis Problem
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  • Therapie

     

    Bis vor kurzem wurden Kinder mit MMC immer kurz nach der Geburt operiert. Dabei wird der offene Rücken verschlossen, was allerdings auf die Lähmungen keinen Einfluss hat, da diese bei Geburt bereits irreversibel sind. Seit Neustem allerdings hat eine grosse amerikanische Studie gezeigt, dass durch eine vorgeburtliche, d.h. fetale Operation die Chance besteht, dass sowohl bezüglich der Lähmungen als auch bezüglich des Wasserkopfes wesentliche Verbesserungen erreicht werden können. Deshalb kann heute die intrauterine Operation als neue und erwiesenermassen wirksame Therapie in Betracht gezogen werden. Unser Zentrum bietet diese Option an und hat die vorgeburtliche Operation bereits erfolgreich durchgeführt.

    Gastrischisis Problem
  • Outcome

     

    Wenn ein Kind mit MMC erst nach der Geburt behandelt wird, sind Funktionsausfälle ähnlich wie bei einer Querschnittlähmung lebenslang vorhanden. Ausserdem muss bei praktisch allen Kindern eine Wasserkopfoperation durchgeführt werden (Shunt). Bei einer bereits vorgeburtlichen Operation sind diese Lähmungserscheinungen in der Regel signifikant weniger ausgeprägt, und weniger als die Hälfte aller Patienten benötigt eine Shuntoperation. Obwohl die fetale Chirurgie keine vollständige Heilung bewirken kann, erhöhen die Vorteile der vorgeburtlichen Operation die Chancen des Kindes auf eine normale Entwicklung, eine bessere Gehfähigkeit und damit auf eine insgesamt wesentlich bessere Lebensqualität erheblich.

    Gastrischisis Problem

Die Therapie am ungeborenen Kind

Spina bifida, "offener Rücken", Myelomeningocele